Kategorie: Print

Wir freuen uns auf Eure Einreichungen in der Kategorie Print. Diese können u. a. Bücher, gestaltete Texte, Bilder, Grafiken aber auch Fotografien sein. Als diesjährige Juroren in der Kategorie Print begrüßen Euch Peter Waibel, Geschäftsführer und Gesellschafter der Werbeagentur Jung von Matt/Neckar, Sonja John, Senior PR Consultant bei Roth & Lorenz sowie Claus Iden, Fotograf und Fotodesigner.

Gewinner des Meduc Awards 2011: Philipp Edler mit "Eastbound Tickets"

Philipp Edler erschuf mit Eastbound Tickets - ein Stück Asien auf 172 Seiten mit Authentizität im Detail. Fotografien, Kurzgeschichten, Kalligrafien, Manga-Zeichnungen und Kunstdrucke bilden auf insgesamt 7 Papiersorten und durch 5 verschiedene Druckverfahren eine einzigartige Kombination. Auch die Gestaltung bringt den Betrachter dazu, seinen gewohnten Standpunkt zu verlassen; alles weicht um einige Grad von der Norm ab.

...und in der Schülerkategorie Katarina Holstein mit „Ist was“

Katarina Holsteins Interpretation zu „Ist was?“ zeigt drei Standbilder, in dessen Zentrum jeweils eine alte Frau zu sehen ist. Die ältere Dame sitzt auf einem ungemütlichen Sessel, vor einer leeren weißen Wand und lackiert sich die Fingernägel. Dabei schaut sie aber so regungslos und neutral, als wäre dies ganz normal für eine ältere Dame. Warum macht sie das? Ist sie verrückt?

Sie scheint festlich gekleidet zu sein, als wäre sie zum Ausgehen bereit, doch Schuhe finden sich nirgendwo im Bild. Möchte sie noch mal jung und schön sein? Oder ist sie einsam und allein in der Wohnung?

Der Eindruck täuscht, die ältere Frau wirkt in ihrem Handeln gar nicht unzufrieden. Vielmehr scheint es als sei sie so beruhigt, weil sie weiß, dass ihr langes Leben bald zu Ende gehen wird. Vielleicht hat sie in Ihrem Leben schon so viel Verrücktes und Schockierendes gesehen, dass sie nichts mehr in der „modernen“ Welt wundert. Letztlich stellen diese Standbilder folgende Fragen an deren Betrachter: Ist diese Oma modern? Wundert sich der Betrachter, der jüngeren Generation über ihr Handeln oder ist es für ihn schon normal geworden?